Chiliöl

Im Juli bekam ich von einer älteren Nachbarin zwei grüne Stöcke. Voller Stolz berichtete sie mir, sie habe Peperonistauden gezüchtet. Da diese so gut gediehen sind, hatte sie nun viel zu viele davon. Sie bot mir zwei Stauden an, um im Herbst auch selbst gezüchtete Peperoni geniessen zu können. Ich sah über die Läuse an den Blätter weg und nahm sie dankend an. Schnell ging ich in eine Gärtnerei um Anti-Läuse-Mittel zukaufen. Die armen Viecher hatten dann keine Chance mehr.

Die Stauden gediehen wirklich wunderprächtig. So wurden aus den Blüten auch schon bald kleine, zarte Früchte. Ich staunte nicht schlecht, als die ohnehin schon sehr schmalen Früchte immer länger und länger wurden. Tja, wie sich herausstellte waren diese Peperoni keine Peperoni sondern, kleine Chilischoten. Und diese haben’s in sich! Ich esse wirklich gerne scharf, daher habe ich mich über die Chili’s gefreut. Voller Stolz habe ich ein Gericht mit selbst geernteten Chilis gezaubert. Beim “geniessen” lief uns der Schweiss wie Bäche über die Stirn und an den Höllenbrannd im Mund will ich mich gar nicht mehr zurück erinnern müssen. Von da an nahm ich nur noch ein Viertel einer Chili um ein Gericht zu würzen.

Die Chilistauden färbten sich immer röter und wurden immer schwerer. Ich fragte mich was mache ich nur mit sooo vielen kleinen, scharfen Teufeln? Eine Idee seht ihr unten, andere folgen noch…

Chiliöl

Zutaten

  • 3 getrockenete Chilischoten
  • 200 ml gutes Olivenöl

Anleitung

  1. Chilischoten mind. 1 Monat trocknen lassen
  2. Chilischoten fein hacken
  3. In 50 ml Olivenöl andünsten (tötet Bakterien ab) Vorsicht werden sehr schnell schwarz
  4. Verschliessbare Flasche mit kochendem Wasser ausspülen
  5. Heissen Olivenöl mit Chilischoten in die Flasche füllen
  6. Das restliche kalte Olivenöl beigeben und Flasche gut verschliessen
  7. Im Kühlschrank ist es mind. 2 Monate haltbar
Zubereitung der Chili’s

Chili’s andünsten